Der Siebengiebelhof
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Der SiebenGiebelHof ist ein bunter alter Bauernhof



Das Gehöft unten im Bild ist der SiebenGiebelHof.

 

Das aus rotem Backstein vor hundertzwanzig Jahren von Gevatter Missfeldt erbaute Gehöft liegt nach vorne im Drenkower Dorfrundling, wo alle Höfe spitz wie die Stecknadel zusammenlaufen. Nach hinten raus erstrecken sich über sieben Kilometer Wald und Wiesen, in deren Mitte der große Treptowsee liegt. Ein großer Windpark hat unserer Landschaft zwar etwas von ihrem Glanz genommen, aber wir lernen nun, mit den Windrädern zu leben.

 

Die zwanzig rotbunten Kühe, die auf den 40 ha Wiesen hinter dem Hof weiden, liefern leckere Milch, aus der in der hofeigenen Käserei dann Quark, Joghurt und Käse entstehen.

Auf den 36 ha Ackerland, die zum Siebengiebelhof gehören, gedeiht das Brotgetreide, das in unserem 300 Jahre alten Backofen mit Holzfeuer verbacken wird.

 

Der Hof ist mit seinen 40 Hektar Grünland und ebensoviel Ackerland, den vielen hutzeligen Scheunen und Schuppen ein bäuerlicher Kleinbetrieb. Jeder Wirtschaftsberater gibt uns dafür Brief und Siegel, dass ein solcher Kleinbetrieb wirtschaftlich in dieser rauen Zeit nicht überlebensfähig sei.

 

Und wir wollen es allen solchen Ratschlägen zum Trotz dennoch...

 

Dabei geht es uns nicht darum, mit dem Siebengiebelhof eine goldene Nase zu verdienen. Wir möchten vielmehr, dass dieser Flecken Natur auf nachhaltige Weise bewirtschaftet wird, damit er so seine Fruchtbarkeit von Jahr zu Jahr steigern kann. Auf dem Siebengiebelhof möchten wir an eine landwirtschaftliche Kultur anknüpfen, die hier - von vielen Händen getragen - lange gelebt hat, bevor sie für einige Jahrzehnte brach fiel. Der Hof ist eine Insel inmitten von einem Meer industriell strukturierter Landwirtschaft, wo es darum geht, Masse zu produzieren für die Masse. Wir hingegen begeben uns auf den Weg, ein "Lebens-Mittel" zu erzeugen, das den Menschen möglichst gut ernähren kann.

Und so ist es tatsächlich sehr schön zu erleben, wie auf dem Siebengiebelhof wieder Leben eingekehrt ist, und wie immer mehr Menschen dieses lustige Projekt ins Herz schliessen oder sogar daran mitwirken.

Wir würden uns freuen, wenn sich diesem Hof die Menschen anschließen mögen, die durch den Kauf unserer Produkte oder auch anders mithelfen, diese landwirtschaftliche Arbeit in die Zukunft hineinzutragen. Denn die kleinen direkt vermarktenden Bauernhöfe können gegen die Konkurrenz von sehr rationell strukturierten Großbetrieben oder gegen die biologischen Produkte aus dem Bio-Supermarktregal preislich ohnehin nicht mithalten. Gleichzeitig erleben wir alle, wie die Produktqualität der Lebensmittel in Supermärkten - auch "Bio-Supermärkten - stetig sinkt.

Wir Bäuerinnen und Bauern verbürgen uns für die hohe handwerkliche Qualität unser Produkte und bieten unseren Kunden die Möglichkeit, auf dem Siebengiebelhof den entstehenden Käse, das lodernde Feuer im Holzofen, die glücklichen Kühe auf den ausgedehnten Weiden, und den Kälber-Streichelzoo auf dem Hof selbst kennen zu lernen. Wir freuen uns, wenn unsere Kunden zu uns kommen, um das, was da wirkt zu sehen, zu riechen und zu schmecken.

Dieses gegenseitige Vertrauen wird uns alle durch eine wirtschaftlich schwierige Zeit hindurchtragen und letztlich haben dann alle dabei gewonnen.

 

Und dann sind wir noch gehalten, darauf hinzuweisen, dass unsere Kontrollstelle für den Ökolandbau folgende Nummer hat: DE-021-Öko-Kontrollstelle, das wars schon.





Sven Saender mit seinen lyrischen Liedern aus dem Alltag von Smalltalk bis Liebeskummer... Fotograf MP




Die Gruppe M.E.S.S mit ihrer druckvollen Rockgitarre

Die Heuernte beginnt im Mai und endet im August




Im Jahr 2009 gab es im August kaum noch Heu zu ernten, das Grünfutter wird im Winter knapp werden.

Die Trockenheit in diesem Jahr hat uns eine zwar dürftige, dafür aber sehr trockene Heuernte beschert. Da wir die Milch in unserer Käserei selbst verarbeiten, füttern wir den Kühen im Winter keine Silage, denn Silage könnte beim Käse zu Spätblähungen führen und gibt dem Käse außerdem eine unangenehme Geschmacksnote. Heu-Käse hat ein mildes vollmundiges Aroma, und so wollen wir es haben.

Eine Kuh frißt im Winter täglich 20 kg Heu. (Dafür benötigt sie sechs Stunden "Fresszeit"). Bei 20 Kühen und 200 Winterfuttertagen im Jahr benötigen wir also 80 Tonnen Heu plus das Futter für die Jungrinder und den Bullen, Herrn Mc Cavity. Um unser altes großräumiges Stallgebäude auszunutzen, werben wir das Heu nicht in Ballen, sondern mit dem Ladewagen lose. Der Ladewagen schiebt seinen Inhalt auf den blauen Heudosierer, eine uralte Maschine, die wir eigens aus dem Allgäu eingekauft haben. Der Heudosierer fördert das Heu dosiert in den Trichter des Heugebläses, ein mit 18 kw-Motor ausgestattetes Gebläse aus DDR-Zeiten, das unsere Hofstromversorgung zuweilen an seine Grenzen führt.




Der Heudosierer fördert das lose Heu vom Ladewagen in das Gebläse

Es gibt eine gentechnikfreie Region Parchim/Prignitz!!

Parchim und die Prignitz haben eine weitere gentechnisch freie Region! Die schleichende, fast heimliche Ausbreitung der Gentechnik in unseren Nahrungsmitteln gab den Bäuerinnen und Bauern von fünf landwirtschaftlichen Betrieben in der Prignitz und im südlichen Landkreis Parchim den Anstoß zu dieser Erklärung.

Wir arbeiten ohne Gentechnik für eine hohe Qualität in unseren Nahrungsmitteln. Viele Verbraucher wissen gar nicht, dass schon heute auf der Verpackung zahlreicher Futtermittel, die auf konventionell wirtschaftenden Betrieben Verwendung finden, der Vermerk steht, dass gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten sein können. Auf diese Weise geht die Futtermittelindustrie ihrer Verantwortung aus dem Weg, für Futterstoffe zu sorgen, die solche Verunreinigungen nicht aufweisen. Leidtragende sind zuerst die Bauern, die keine Gentechnik auf ihren Höfen haben wollen, die sich aber oftmals nicht gegen die Futtermittelindustrie behaupten können. Am Ende landet aber ein Produkt im Ladenregal, von dem keiner mehr sagen kann, wie niedrig oder wie hoch der Anteil gentechnisch veränderter Substanzen ist.

Im Biobereich ist Gentechnik generell verboten. Die Bäuerinnen und Bauern fürchten aber, dass sich dieses Verbot nur aufrecht erhalten lässt, wenn viele Verbraucher mithelfen, dieses klammheimliche Einsickern der Gentechnik aufzuhalten. Das kann geschehen, indem Produkte, die nicht ausdrücklich frei von solchen Substanzen sind, vom Einkaufszettel gestrichen werden. Das kann geschehen, indem Landbesitzer ihre Pächter anweisen, auf ihren Flächen keine Gentechnik anzuwenden. Denn anders als bei einem Chemieunfall, wo das ausgeströmte Gift langsam abgebaut wird, verläuft Gentechnik umgekehrt. Ein zunächst kleiner Unfall erzeugt eine Wirkung, die immer größer und größer wird und nicht mehr aufzuhalten ist.

 

Mit der gentechnikfreien Region Parchim/Prignitz soll ein weiteres Zeichen gesetzt werden, dass Bäuerinnen und Bauern – ob konventionell oder biologisch -, Verbraucher, Imker, Gartenbesitzer, Naturliebhaber keine Gentechnik in unserer Region haben möchten. Alle Interessierten sind eingeladen, sich anzuschliessen.




5 Bauernhöfe haben den ersten Impuls gesetzt

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